Es war früh am Morgen, sehr früh am Morgen. Um 5 Uhr trafen wir uns auf dem Flughafen. Verschlafene Gesichter, eher ein Zombitreffen - aber gut gelaunt. Einchecken, Sicherheitskontrolle & Flug nach Tallinn via Frankfurt ohne Probleme.




In Tallinn erwartete uns graues, regnerisches Wetter. So schlossen wir eine kleine Wette ab: Wir wetteten darauf, dass kommenden Samstag das Wetter besser ist, um sich Tallinn anzuschauen. Die Müdigkeit war allen noch in den Gesichtern geschrieben, es war kalt und eben nass, so dass wir uns gleich zur in der Nähe gelegenen Bahnstation aufmachten. 20 Minuten auf den Zug warten und dann abfuhren. Der Zug war voll, nur wenige fanden einen Sitzplatz. Das Fahrkartenkaufen in dem Zug war bemerkenswert einfach: Geldkarte an einen Automaten halten, Fahrziel angeben, nochmal Geldkarte ranhalten. Fertig. Kein Schein, nichts weiter. Der Kontrolleuer prüft dann an Hand der Kartennummer, ob die Fahrt auch wirklich bezahlt wurde. Willkommen im digitalen Zeitalter!

In Tartu angekommen war es schon dunkel. Wir zogen zum Hotel. Der Weg führte uns schon an verschiedene Sehenswürdigkeiten - die “Eingeweihten” werden sich erinnern: Opernhaus, Naturkundemuseum & Konzerthaus
Hungrig kamen wir am Hotel am Beginn der Fussgängerzone an, so dass wir bald nach dem Einchecken im Hotel dann wieder loszogen: zum Pulverkeller.



Um kurz vor 8 Uhr öffnete das Café-Reveal-An-der-Ecke-Zum-Hotel-Büro von mir (Schrader). Das Leben geht ja auch so noch weiter und es waren deshalb noch einige Dinge zu erledigen. Frau Grahlmann und Frau Sadek waren Frühaufsteherinnen und trafen mich im Büro an. In der Bürozeit konnte auch noch ein Poster für die Konferenz am Donnerstag fertig gemacht werden.
Um 15 Uhr erreichten auch Katja Orlowski und Annett l’Orteye Tartu. Ich holte sie vom Bahnhof ab, brachte sie zum Hotel und gemeinsam gingen wir zur ersten offiziellen Veranstaltung des Tages.
Der Tag war sehr sehr regnerisch und der Regen ging dann um 16 Uhr in Schneeregen über. Wir trafen uns alle am Rathaus vor dem Brunnen des küssenden Studentenpärchens. Nun sahen wir erstmal wie viele andere Teilnehmer:innen an der International Week mitmachen würden. Es waren geschätzt noch mindestens 20 weitere Personen (aus Polen, Litauen, Portugal, Kroatien…)
Die Führung ging zu den Resten der alten Stadtmauer, über den Uni-Berg, an der Dom-Ruine vorbei, wieder runter zur Uni, zum Denkmal des Gründers der Uni und dann zum Fluss an die Brücke, die das Zentrum mit dem anderen Ufer verbindet.


Zum Schluss, durchgefroren und nass wie wir waren, gab es noch ein warmes Getränk in einem kleinen Café.
Mit dem Bus ging es dann zum College, wo wir herzlich begrüßt wurden. Ich traf Anna-Liisa Tamm, die die Konferenz organisiert hat.
An einem Buffet gab es typisches estnisches Essen: Brot, Butter, Gemüse, Kartoffeln, Fleisch und Veganes. Es hat alles geschmeckt.